Meißner Buchstabenstein, Barockmonogramm am Seelensteig, Meissen, Deutschland.
Der Buchstabenstein ist ein Sandstein-Relief mit verflochtenen Buchstaben A, B, C und E, das auf einer Stützmauer an der Freiheit 10 in Meißen angebracht ist. Die eingemeißelten Initialen bilden ein kunstvolles Monogramm, das bei näherer Betrachtung das gesamte Alphabet offenbart.
Das Relief wurde um 1690 geschaffen und sollte vermutlich den Kurfürstlich-Sächsischen Beamten Johann Christoph Beyer und seine Frau Anna Elisabeth durch ihre verflochtenen Initialen ehren. Die Wahl dieser beiden Namen spiegelt die Bedeutung des Ehepaares für die damalige Gemeinde wider.
Das Relief zeigt, wie Künstler im 17. Jahrhundert Monogramme verwendeten, um mehrere Buchstaben kunstreich miteinander zu verflechten. Die sorgfältig gestalteten Initialen ermöglichen es, beim genauen Hinschauen alle Buchstaben des Alphabets zu entdecken.
Das Relief befindet sich auf der östlichen Außenseite einer Mauer an der Freiheit 10 und ist von der Meißner Seelensteig-Gasse aus leicht zu erreichen. Der Ort liegt in der Nähe der Kirchengemeinde und ist zu Fuß vom Stadtzentrum gut erreichbar.
Ein vereinfachtes Duplikat des Steins wurde 2006 an der Fassade des Dresdner Hotels de Saxe angebracht. Diese Kopie brachte das Meißner Original einer breiteren Öffentlichkeit in der sächsischen Landeshauptstadt näher.
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