Mosbacher Sande, Eiszeit-Fossilfundstelle bei Biebrich, Deutschland
Mosbacher Sande ist eine Lagerstätte mit Sedimentschichten aus der Zeit der Eiszeit, etwa 40 Meter über dem heutigen Wasserspiegel gelegen. Diese Schichten entstanden aus den Ablagerungen alter Rhein- und Mainflüsse und enthalten Überreste zahlreicher vereister Tiere.
Die Fundstätte wurde 1845 entdeckt und führte zu systematischen Grabungen, die tausende Überreste von Eiszeittieren zutage brachten. Diese Funde dokumentieren ein Zeitfenster zwischen etwa 850.000 und 475.000 Jahren vor heute.
Der Name bezieht sich auf die nahegelegene Gemeinde Mosbach, die dieser geologischen Fundstätte ihren Namen gab. Heute können Besucher an der Stelle sehen, wie die Schichten der Erde Geschichte erzählen und verstehen, welche Tiere einst in dieser Region lebten.
Der Ort ist gut zu Fuß erreichbar und bietet Gelegenheit, die exponierten Schichten aus nächster Nähe zu betrachten. Die beste Zeit zum Besuch ist im trockenen Wetter, da die Wege und Flächen dann leichter zu begehen sind.
An dieser Stelle wurden Reste von etwa 65 Säugetierarten und 152 Mollusktypen freigelegt, was einen umfassenden Blick auf die Tierwelt dieser Epoche bietet. Ein besonders großes Raubkatzenskelett aus dieser Fundstätte zeigt, wie imposant die Tiere dieser Zeit waren.
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