Moselflesche, Teil der preußischen Festung Koblenz
Die Moselflesche ist eine Befestigung in Koblenz, die Anfang der 1820er Jahre am Südhang des Petersberg errichtet wurde. Das ursprüngliche Werk bestand aus einer langen Nordmauer, einer zum Fluss laufenden Parallelmauer und einer halbkreisförmigen Schanze auf der Ostseite, war aber über unterirdische Tunnel mit der Hauptfestung Feste Kaiser Franz verbunden.
Die Moselflesche wurde in den frühen 1820er Jahren als Teil der Verteidigungsanlagen erbaut. Die meisten oberirdischen Strukturen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen, und nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gelände im Rahmen internationaler Abkommen demilitarisiert.
Der Name Moselflesche bezieht sich auf die strategische Lage an der Mosel und ihre Funktion als Befestigung. Heute können Besucher an den erhaltenen Steinmauern und in der ruhigen Umgebung von Lützel nachvollziehen, wie dieser Ort über Generationen hinweg Teil der lokalen Geschichte blieb.
Das Gelände ist frei zugänglich und liegt in fußläufiger Entfernung vom Stadtzentrum Koblenz im Stadtteil Lützel. Die erhaltenen Mauern wurden 1992 restauriert und sind an mehreren Stellen sichtbar, insbesondere hinter Wohnhäusern und in der Nähe von Schulgebäuden.
Eine tragische Episode ereignete sich 1944, als ein Kommunikationstunnel, der die Moselflesche mit der Hauptfestung verband, von einer Granate getroffen wurde und über 30 Menschen das Leben kostete. Dieser Tunnel wurde anschließend zur Sicherheit verfüllt und ist heute nicht für Besucher zugänglich.
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