Alte Burg, Kulturdenkmal und Niederungsburg in Koblenz, Deutschland.
Die Alte Burg ist eine ehemalige kurfürstliche Niederungsburg am rechten Moselufer in der Koblenzer Altstadt neben der Balduinbrücke. Erhalten ist nur das Burghaus: ein dreigeschossiger Bau mit steilem Schieferwalmdach und zwei hohen Türmen auf der Moselseite, die mit welschen Hauben gedeckt sind. Auf der Stadtseite gliedert ein sechseckiger Treppenturm den Bau; der untere Teil der Moselfront und der Ostturm ruhen teilweise auf römischen Fundamenten.
Die Festung entstand um 1185 als Herrschaftssitz und nutzte dabei Überreste eines römischen Turms. Nach dem Mittelalter wurde sie zu einer Fabrik umgewandelt, bevor man sie später wieder als historisches Denkmal anerkannte.
Der Name Alte Burg ist vor Ort weiterhin geläufig, und das Gebäude beherbergt heute das Stadtarchiv Koblenz, das Forschern offensteht. Der Westturm stand einst frei neben dem Brückentor der Balduinbrücke; die gepaarten Rechteckfenster und die muschelgefüllten Giebelbekrönungen auf der Stadtseite sind erkennbare Renaissance-Details.
Das erhaltene Burghaus steht am rechten Moselufer, moselaufwärts direkt neben der Balduinbrücke in der Koblenzer Altstadt. Es beherbergt heute das Stadtarchiv und ist für Besucher nicht zugänglich; zu sehen ist es vom Moseluferweg und von der Brückenzufahrt aus. Die Moselfront ruht teilweise auf römischen Fundamenten.
Zwischen 1806 und 1897 war die Burg nicht mehr Sitz von Herrschern, sondern eine Blechwerkstatt, was ihrer Geschichte eine ungewöhnliche industrielle Episode hinzufügte. Diese Umwandlung zeigt, wie alte Bauten manchmal zu ganz neuen Zwecken genutzt wurden.
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