Bürresheimer Hof, Kulturdenkmal in Koblenz, Deutschland.
Das Bürresheimer Hof ist ein dreigeschossiges Gebäude mit fünf Achsen und Satteldach zwischen zwei gewölbten Giebeln am Florinsmarkt. Das Äußere zeigt Merkmale der späten Barockzeit mit aufwändigen Fassadendetails, die das Handwerk der Epoche widerspiegeln.
Das Gebäude wurde 1659 bis 1660 nach Entwürfen des Kapuziner-Paters Bonitius aus Linz erbaut und diente zunächst als adeliges Wohnhaus. Im 19. Jahrhundert übernahm es eine neue Rolle als Synagoge bis zur Zeit des Nationalsozialismus.
Das Gebäude prägt seit Jahrhunderten das Bild des Florinsmarktes und steht neben der Alten Marktkirche sowie anderen historischen Bauten. Diese Anordnung schafft einen geschlossenen Platz, auf dem die verschiedenen Fassaden ein harmonisches Ganzes bilden.
Das Gebäude befindet sich direkt am Florinsmarkt im Zentrum Koblenz und ist leicht zu Fuß erreichbar. Die umgebenden Pflastersteinwege und die offene Platzfläche ermöglichen freie Ansicht und Bewegung um das Gebäude.
Während der November-Pogrome 1938 erlitt das Gebäude keinen Brandschaden, was seiner unmittelbaren Lage neben nicht-jüdischen Wohnhäusern zu verdanken ist. Diese geografische Position rettete das Bauwerk vor der Zerstörung, die vielen anderen jüdischen Gebäuden in Deutschland widerfuhr.
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