Menhir von Weilheim, Bronzezeitlicher Menhir in Tübingen, Deutschland
Der Weilheimer Menhir ist ein aufrecht stehender Sandsteinblock aus der Bronzezeit, der aus lokalem Stubensandstein besteht und mehrere geometrische Schnitzereien trägt. Das Original wurde in Trümmer zerlegt, aber an seinem Fundort steht heute eine exakte Nachbildung, während die ursprünglichen Steinfragmente in einem Museum aufbewahrt werden.
Der Stein wurde 1985 bei Bauarbeiten entdeckt, als Fragmente etwa 1,5 Meter unter der Erde freigelegt wurden. Dies war ein seltener Fund, da solche Monumente in diesem Gebiet nicht häufig sind und viel über frühe Gemeinschaften in der Region verraten.
Die westliche Seite des Steins trägt fünf Streitaxt-Schnitzereien, die zeigen, dass er wahrscheinlich in frühen Bronzezeit-Ritualen oder zur Markierung von Gebieten gedient hat. Solche Markierungen waren für Gemeinschaften wichtig, um ihre Identität und ihren Platz in der Landschaft zu bekräftigen.
Am Fundort kann man die genaue Nachbildung besichtigen, die leicht zugänglich ist und kostenlos besucht werden kann. Die wertvollen Originalteile befinden sich in einem Museum weiter entfernt, das man separat besuchen kann, wenn man mehr über den Fund erfahren möchte.
Dies ist das einzige bekannte Denkmal dieser Art nördlich der Alpen, ähnliche Steine finden sich nur in Südtirol und Norditalien. Der Fund zeigt, dass die Kulturen dieser fernen Regionen während der Bronzezeit auf ähnliche Weise kommunizierten.
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