Schwabentor, Mittelalterliches Stadttor in Freiburg im Breisgau, Deutschland.
Das Schwabentor ist eines der zwei verbleibenden Stadttore aus den ursprünglichen Befestigungen und verfügt über einen Turm mit bemalten Wandgemälden und Steinarchitektur. Die innere Kammer beherbergt das Zinnfigurenklause Museum, das etwa 9.000 Zinnfiguren in detaillierten Dioramen zeigt, die regionale historische Ereignisse darstellen.
Das Tor wurde um 1250 erbaut und erhielt 1547 bedeutende Veränderungen, als Steinmauern seinen inneren Bereich schlossen, um die Verteidigung zu verstärken. Diese Umbau zeigt die Entwicklung von mittelalterlichen zu frühneuzeitlichen Befestigungstechniken.
Das Tor zeigt ein bemerkenswertes Relief eines Jungen mit Dorn im Schlussstein, das in der mittelalterlichen Religiosität die Last der Sünde verkörpert. Dieses Bildmotiv ermöglicht Besuchern heute einen Blick auf die geistigen Vorstellungen jener Zeit.
Der Ort ist leicht zu Fuß erreichbar und liegt in der Nähe des Zentrums, sodass man ihn bequem mit anderen Sehenswürdigkeiten verbinden kann. Das Museum im Inneren ist an die meisten Tage der Woche geöffnet, es empfiehlt sich jedoch, vorher die genauen Öffnungszeiten zu überprüfen.
In der inneren Mauer ist eine wenig bekannte Kaufmannslegende eingraviert, die von einem schwäbischen Händler erzählt, der die Stadt mit Fässern voller Sand statt Gold kaufen wollte. Diese humorvolle Geschichte erinnert daran, wie Freiburg sich gegen solche betrügerischen Machenschaften schützte.
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