Waggonaufzug Eberswalde, Hebebühne für Eisenbahnwaggons in Eberswalde in Brandenburg
Der Waggonaufzug in Eberswalde ist eine stählerne Hebeanlage, die Eisenbahnwagen zwischen zwei Ebenen mit etwa 6 Metern Höhenunterschied befördern konnte. Das Hydraulik- und Elektrosystem wurde 1908 errichtet und war mit Gegengewichten ausgestattet, um Lasten bis zu 25 Tonnen zu heben.
Die Anlage entstand 1908 für eine Fabrik, die seit den 1870er Jahren Nägel herstellte und zu einer führenden Produzentin in Deutschland aufstieg. Nach der Schließung 1926 wurde das Gelände von der Eisenbahn, später von sowjetischen Kräften nach 1945 genutzt, bis die Fabrik in den 1970er Jahren endgültig stillgelegt wurde.
Der Waggonaufzug entstand als Teil einer Fabrikanlage, die Eberswalde zu einem bekannten Produktionsort machte. Die Maschine steht heute als Zeuge der Arbeitswelt des frühen 20. Jahrhunderts und zeigt, wie Handwerk und Maschinentechnik zusammenwirkten.
Das Bauwerk ist über die Kupferhammerweg in Eberswalde zu erreichen und befindet sich in Gehweite des Finowkanals. Besucher können die Struktur von außen besichtigen, sollten aber beachten, dass die Maschine nicht mehr in Betrieb ist und aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden kann.
Das System konnte mit unausgeglichenen Lasten arbeiten, was eine Besonderheit darstellt, da es Wagons mit unterschiedlichen Gewichten gleichzeitig heben durfte. Diese Flexibilität war ein Vorteil bei der täglich wechselnden Auslastung in der Fabrik.
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