Villa Moser, Renaissance-Villenruine im Leibfriedscher Garten, Stuttgart, Deutschland.
Villa Moser bezeichnet die noch erhaltenen Fundamente und Steinmauern einer ehemaligen Privatresidenz in Stuttgart, die in einen Landschaftspark mit altem Baumbestand eingebettet sind. Die Reste zeigen den ursprünglichen Grundriss des Gebäudes und sind über Wege durch das terrassierte Gelände erreichbar.
Die Villa wurde 1875 vom Architekten Johann Wendelin Braunwald für den Schokoladenfabrikanten Eduard Otto Moser als großzügiges Familiendomizil errichtet. Ein Bombenangriff im Jahr 1944 zerstörte den größten Teil des Gebäudes, ließ jedoch die Fundamente und die unteren Mauerpartien stehen.
1993 legte der Architekt Hans Dieter Schaal Wege durch die Ruinen an und verwandelte das Gelände in eine Kunstinstallation. Besucher können durch die erhaltenen Mauern gehen und erleben, wie die Anlage als zeitgenössischer künstlerischer Eingriff in die Parklandschaft funktioniert.
Die Anlage ist frei zugänglich und über beschilderte Wege durch den Park zu erreichen. Das Gelände ist terrassiert und weist leichte Steigungen auf, sodass festes Schuhwerk empfehlenswert ist.
Der im Boden ablesbare symmetrische Grundriss der Villa spiegelt den Geschmack wohlhabender Industrieller des 19. Jahrhunderts für eine geordnete Raumaufteilung wider. Wer die Wege abläuft, kann sich die ursprüngliche Aufteilung des Hauses Raum für Raum vorstellen.
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