Oberpostdirektion Frankfurt, Kulturdenkmal in Westend-Süd, Frankfurt, Deutschland
Die Oberpostdirektion Frankfurt am Main ist ein Verwaltungsgebäude in Neobarock-Stil mit einer gewölbten Fassade und dreistöckigen ionischen Säulen an der Ludwig-Erhard-Anlage. Heute beherbergt das sanierte Bauwerk 164 Wohneinheiten, die seine ursprüngliche Funktion als Dienststelle völlig ersetzt haben.
Der Bau des Postgebäudes begann 1905 unter Architekt Ernst Hake und wurde 1907 fertiggestellt, woraufhin 241 Angestellte dort ihre Arbeit aufnahmen. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt das Gebäude bei Luftangriffen erhebliche Schäden, wurde aber relativ schnell wieder aufgebaut, während die Hauptpost zerstört blieb.
Der Name erinnert an die Oberpostdirektion, die im April 1907 mit 241 Mitarbeitern aus der zu engen Hauptpost an der Zeil hierher zog. Die neobarocke Fassade mit Mittelrisalit und dreigeschossiger ionischer Säulenordnung sollte den Rang der Behörde zeigen. Seit 2015 gehört das Haus der CG Gruppe, die es in 164 Eigentumswohnungen unter dem Namen „Grand Ouest“ umwandelt.
Das Gebäude steht an der Ludwig-Erhard-Anlage 60–64 im Westend, wo die Straße zur Senckenberganlage hin ausbiegt; die Fassade folgt diesem Verlauf, weshalb der Mittelrisalit mit den ionischen Säulen von der gegenüberliegenden Straßenseite am besten zu sehen ist. Da das Haus zu Eigentumswohnungen umgebaut wurde, beschränkt sich der Besuch auf die Außenansicht.
Das ursprüngliche Mansarddach wurde durch zwei Vollgeschosse ersetzt, was die Wirkung der historistischen Fassade verstärkt. Seit 2015 gehört das Gebäude der CG Gruppe und wird in 164 Eigentumswohnungen umgewandelt, die unter der Bezeichnung „Grand Ouest“ verkauft werden.
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