Kornversuchsspeicher Heidestraße, Lagerhaus in Berlin-Mitte, Deutschland
Der Kornversuchsspeicher ist ein ehemaliges Getreidelager aus rotem Backstein am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal in Moabit. Errichtet 1897–98 von Hermann Streubel für die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft, hatte er sechs Geschosse, fünf Schüttböden und vier Silos mit 1130 Tonnen Fassungsvermögen. Ein Erweiterungsbau von 1915 ruht auf einem Eisenbetonskelett. Eine Dachaufstockung 2021 machte ihn siebengeschossig; der Umbau von AFF schuf Büros, Begegnungsflächen im Erdgeschoss und ein mögliches Restaurant.
Der Kornversuchsspeicher wurde 1897–98 von der Baufirma Hermann Streubel für die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft errichtet, mit fünf Schüttböden und vier Silos für insgesamt 1130 t Getreide. Er diente der wissenschaftlichen Untersuchung der Getreidelagerung, dem Vergleich von Silo- und Schüttbodenspeicherung und der Erprobung moderner Maschinentechnik. Zunächst war er dem Institut für Gärungsgewerbe angegliedert, ab 1907 der Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung. Ein Erweiterungsbau von 1915 wird von einem Eisenbetonskelett getragen.
Das Gebäude steht für Berlins industrielle Vergangenheit und zeigt, wie Handwerk und Handel die Stadt geprägt haben. Besucher können heute noch die solide Bauweise und die großen Fenster sehen, die von der praktischen Bedeutung dieses Ortes für den Alltag erzählen.
Das Gebäude liegt an der Hedwig-Porschütz-Straße 20 und ist gut über die Wasserwege und die umliegenden Straßen erreichbar. Da es sich noch in Renovierung befindet, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten und Zugangsbestimmungen zu überprüfen.
Die Konstruktion kombinierte fünf Getreideetagen mit vier Silos und nutzte revolutionäre Flachlagertechniken mit Holztrennwänden. Diese Lagermethode war damals so fortschrittlich, dass sie die Lagerkapazität deutlich verbesserte und Verschwendung minimierte.
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