Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, Sitz des Bundesnachrichtendienstes in Berlin-Mitte, Deutschland.
Die Zentrale des BND ist ein Komplex aus drei miteinander verbundenen Gebäuden an der Chausseestraße in Berlin-Mitte, gestaltet nach einem Masterplan von Kleihues + Kleihues. Das Hauptgebäude ist 270 m lang, 160 m breit und 30 m hoch und damit nach dem Flughafen Tempelhof das zweitgrößte Gebäude Berlins; seine Fassaden aus hellgrauem Beton tragen lange horizontale Bänder dunkler Fenster zwischen hellen vertikalen Pfeilern, die Flachdächer rechteckige Glasoberlichter. Im Innenhof steht ein schlanker zylindrischer Schornstein mit rot-weißem Schachbrettmuster an der Spitze.
Der Bau wurde in den frühen 2000er Jahren begonnen und 2019 fertiggestellt, nachdem jahrzehntelang bedeutende Funktionen in anderen deutschen Städten verteilt waren. Der Umzug nach Berlin war Teil einer größeren Strategie zur Zentralisierung der Geheimdienste nach der deutschen Wiedervereinigung.
Im April 2019 eröffnete der BND an der Ecke Habersaathstraße/Chausseestraße ein Besucherzentrum, das erste von einem Nachrichtendienst betriebene seiner Art; seit November 2019 zeigt es eine Multimedia-Ausstellung für angemeldete Gruppen. An die frühere Nutzung erinnert das Lied Lili Marleen, dessen Text Hans Leip 1915 in der Wachstube der hier gelegenen Maikäferkaserne dichtete.
Das Gebäude befindet sich in der Nähe öffentlicher Verkehrsmittel und liegt im Zentrum Berlins, was es relativ einfach erreichbar macht. Besucher sollten beachten, dass nur bestimmte Bereiche zugänglich sind und vorherige Anmeldung erforderlich sein kann.
Das Gebäude steht nur wenige hundert Meter entfernt von dem Ort, an dem die Berliner Mauer früher verlief, was die geografische Trennung des Kalten Krieges noch heute greifbar macht. Diese Nähe zur Geschichte symbolisiert den Übergang von einer geteilten zur vereinten Sicherheitsstruktur.
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