Siedlung Ziegelklinge, Bauhaus-Wohnkomplex in Stuttgart, Deutschland
Die Siedlung Ziegelklinge ist ein Wohnkomplex mit fünf dreistöckigen Gebäuden mit flachen Dächern, die in Reihen angeordnet und durch grüne Gemeinschaftsflächen getrennt sind. Die 26 Reihenhäuser liegen entlang der Sperlingstrasse und des Sandwegs, jede Wohnung ist nach Süden ausgerichtet für natürliches Licht.
Die Stadtverwaltung Stuttgart erbaute die Siedlung zwischen 1927 und 1928 nach Plänen des Architekten Albert Schieber. Das Projekt entstand ursprünglich als Sanatorium zur Behandlung von Tuberkulose-Patienten.
Die Siedlung war ein Experiment des Bauhauses, um zu zeigen, wie Menschen modern und praktisch wohnen können. Die offenen Loggien spiegeln die Idee wider, dass frische Luft und Licht Teil des alltäglichen Lebens sein sollten.
Die Gebäude sind leicht zu Fuß erreichbar und die Straßen sind gut begeh- und befahrbar. Die südliche Ausrichtung und die offenen Bereiche zwischen den Häusern sorgen für viel Helligkeit und gute Belüftung, besonders in den warmen Monaten.
Jedes Apartment hat auf dem obersten Stockwerk einen offenen Loggia-Bereich, der ursprünglich dazu dient, frische Bergluft aus dem Nesenbachtal hereinzulassen. Diese speziell für Patienten entworfenen Räume zeigen, wie Heilung durch Design in die Architektur eingebaut wurde.
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