Teufelskadrich bei Lorch, Naturschutzgebiet im Rheingau-Taunus-Kreis, Deutschland.
Teufelskadrich bei Lorch ist ein Naturschutzgebiet mit steil abfallenden Felshängen, die sich über fast 400 Hektar durch bewaldete Quarzitsteinhänge erstrecken. Das Gebiet enthält mehrere stillgelegte Steinbrüche und beherbergt verschiedene geschützte Lebensräume in diesem anspruchsvollen Gelände.
Das Gebiet wurde 1995 zunächst als 138 Hektar großes Naturschutzgebiet ausgewiesen und später 2004 in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 aufgenommen. Diese Schritte spiegeln das wachsende Bewusstsein für die ökologische Bedeutung dieses fragilen Berglandstrichs.
Der Name Kadrich bezieht sich auf natürliche oder künstlich angelegte Rutschbahnen, die früher zum Transport von Holz aus dem Hinterland ins Rheintal dienten. Diese Bezeichnung prägt bis heute die Wahrnehmung der Landschaft und erinnert an alte Transportmethoden.
Der Zugang erfolgt am besten von Lorch aus, da das Gelände sehr steil ist und robustes Schuhwerk erforderlich ist. Die beste Zeit zum Besuch liegt in den wärmeren Monaten, wenn Wanderwege am zugänglichsten sind und die Tierwelt am aktivsten.
Das Gebiet beherbergt den Russischen Bären, einen seltenen Nachtfalter, dessen Raupen sich von Brennnesseln ernähren und nur an wenigen Orten in Deutschland vorkommen. Diese spezialisierte Art macht das Schutzgebiet international bedeutsam für den Artenschutz.
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