Palais Altenstein, Rokokostadtpalais im Barockviertel, Fulda, Deutschland
Das Palais Altenstein ist ein zweigeschossiges barockes Stadtpalais an der Ecke Schlossstraße/Nonnengasse in Fulda, mit rechteckigem Grundriss, ausgebautem Mansardwalmdach und zwei Eingangsportalen mit Giebelung und Freitreppen. Sein Rokokosaal im ersten Obergeschoss, 1774 von Johann Michael Hoys stuckiert, zeigt in den Deckenkartuschen Allegorien der vier Jahreszeiten.
Das Gebäude entstand in den Jahren 1701 bis 1704 als Zeugnis der Baukultur des frühen Barocks in Fulda. Nach dem Erwerb durch Baron Christian Adam Ludwig Stein zu Altenstein im Jahr 1750 wurde es umfassend im Rococo-Stil umgestaltet und modernisiert.
Das Palais ist nach Christian Adam Ludwig Freiherr Stein zu Altenstein benannt, dem fuldischen Hofmarschall, der es 1750 erwarb. Im 19. und 20. Jahrhundert beherbergte es die Bibliothek der von Clemens Wenzeslaus Coudray gegründeten Fuldaer Lesegesellschaft, die dort Lese-, Vortrags- und Diskussionsabende abhielt. Der Rokokosaal dient bis heute festlichen Empfängen der Stadt und Konzerten.
Das Gebäude dient heute als Verwaltungssitz und beherbergt das Standesamt der Stadt, daher ist es von außen leicht zu erkennen und im Stadtzentrum gut zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass nur begrenzte Bereiche zugänglich sind, und es empfiehlt sich, die genauen Öffnungszeiten vorab zu klären.
Im Jahr 1961 wurden zwei Fensterteile auf der dem Schloss zugewandten Seite entfernt, um Platz für den Bau einer Bushaltestelle zu schaffen. Diese städtebauliche Entscheidung hinterließ bis heute sichtbare Spuren an der Fassade des Gebäudes.
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