Herzogliches Mausoleum, Herzogliches Mausoleum im Gertrudenfriedhof, Oldenburg, Deutschland
Das Mausoleum ist ein neoklassizistisches Gebäude in Oldenburg mit einem quadratischen Grundriss, einem flachen Giebeldach und einer erhöhten Plattform. Die Ecken der Plattform sind mit dekorativen Quadersteinen versehen, und im Inneren befinden sich mehrere Wandnischen für Grablegen.
Ein Herzog ließ das Gebäude zwischen 1786 und 1790 nach dem Tod seiner Frau bei der Geburt eines Kindes errichten. Es war das erste neoklassizistische Bauwerk der Stadt und beeinflusste die lokale Architektur der folgenden Jahrzehnte nachhaltig.
Im Mausoleum ruhen Herzog Peter I. und seine Gemahlin Friederike, die 1785 bei der Geburt des dritten Kindes starb; ihr Leichnam wurde 1790 aus der Schlosskapelle Eutin hierher überführt. Das Marmordenkmal des Paares von dem Stuttgarter Bildhauer Johann Heinrich Dannecker trägt die Inschrift „Vater dem Lande zu seyn, war ihm höchster Beruf“. Die mittlere, sandsteingefasste Nische in der Nordwand ist dem Gedenken Friederikes gewidmet.
Das Mausoleum liegt am Nordostrand des Gertrudenfriedhofs, des neuen Hauptfriedhofs vor den Toren der Stadt. Das Gebäude ist normalerweise nicht zugänglich; erst im November 2013, nach der Restaurierung 2012/2013, konnte die Öffentlichkeit das Innere besichtigen. Der 1895 an seinen heutigen Platz verlegte Gruftabgang gehört nicht zu den üblichen Besichtigungen.
Die Restaurierung erfolgte 2012/2013; im November 2013 durfte die Öffentlichkeit das sonst verschlossene Gebäude erstmals von innen besichtigen. Der Zugang zur Gruft lag bis 1895 unmittelbar unter der Glaskuppel, die rund eine Tonne wiegt und mit hauchdünnem, geätztem Glas versehen ist.
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