Liebigstraße 34, Anarchistisches Kollektivgebäude in Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Liebig 34 ist ein vierstöckiges Eckgebäude an der Liebigstraße in Friedrichshain mit dunklen Wandanstrichen und zahlreichen Fensterausschnitten. Das Erdgeschoss beherbergte einen Informationsbereich und einen Versammlungsraum namens L34-Bar, während die oberen Etagen Wohnraum für etwa 35 Bewohner boten.
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 besetzten Aktivisten das leer stehende Gebäude und verwandelten es in einen Ort des alternativen Zusammenlebens. Die Struktur blieb bis 2020 unter dieser Form der Nutzung, bevor sie letztendlich geräumt wurde.
Das Gebäude war Treffpunkt für feministische Gruppen, die regelmäßig Diskussionen und Workshops zu Geschlechtergerechtigkeit und sozialen Themen organisierten. Die Räume dienten als Ort des Austauschs und der Gemeinschaft für Menschen mit ähnlichen Werten.
Das Gebäude befindet sich an einer Straßenecke, die leicht zu Fuß erreichbar ist, mit guter Sichtbarkeit von der Straße aus. Besucher sollten beachten, dass der Zugang heute eingeschränkt sein kann, da sich das Gebäude nach der Räumung in einem Übergangszustand befindet.
Die Räumung 2020 war bemerkenswert für die Einsätze spezialisierter Bergungsausrüstung, um in verbarrikadierte Bereiche des Gebäudes zu gelangen. Diese Aktion markierte das Ende einer 30 Jahre währenden Phase des autonomen Zusammenlebens im Herzen Friedrichshains.
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