Liebigstraße 14, Historisches Wohngebäude in Friedrichshain, Deutschland.
Liebigstraße 14 ist ein fünfgeschossiges Wohngebäude an der Ecke Liebigstraße und Rigaer Straße in Friedrichshain, dessen orange gestrichene Fassade das Stadtbild prägt. Das Haus zeigt eine typische Gründerzeitarchitektur mit einer schlichten Struktur, wie sie vielen Berliner Häusern aus dieser Epoche eigen ist.
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 stand das Haus leer und wurde daraufhin besetzt, wodurch es einen neuen Zweck erhielt. Das Gebäude erhielt später rechtliche Anerkennung als Mietwohnhaus mit neun Wohneinheiten und durchlebte seit dieser Zeit mehrere Phasen der Nutzung und Veränderung.
Das Haus war lange Zeit ein Zentrum für alternative Lebensformen in Berlin, wo Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen wohnten und ihre eigenen Regeln schufen. Besucher konnten hier sehen, wie Bewohner den Raum selbst gestalteten und eine eigene Gemeinschaft aufbauten, die sich von klassischen Wohnmodellen unterschied.
Das Gebäude befindet sich an einer zentralen Ecke im Friedrichshain-Bezirk und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher sollten beachten, dass Privatgrundstück ist und man sich daher im öffentlichen Raum vor Ort bewegen sollte, um das Äußere wahrzunehmen.
Das Haus war Schauplatz einer der größten Räumungsaktionen Berlins, bei der Hunderte von Polizisten eine friedliche Evakuierung durchführten. Dieses Ereignis machte das Gebäude zu einem Symbol für die Konflikte zwischen Wohnraum und städtischer Entwicklung in der modernen Berliner Geschichte.
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