Zentralvieh- und Schlachthof, Kulturdenkmal in Friedrichshain, Deutschland
Das Zentralvieh- und Schlachthof-Gelände ist ein Gebäudekomplex im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit Bauwerken aus dem späten 19. Jahrhundert. Die Anlage erstreckt sich zwischen der Eldenaer Straße und der Landsberger Allee mit Hallen unterschiedlicher Größe und Funktionen.
Berlin beauftragte 1881 die Architekten Hermann Blankenstein und August Lindemann mit dem Entwurf dieser zentralen Viehmarkt- und Schlachthofanlage. Das Gelände war ein wichtiger Umschlagplatz für den Viehhandel, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg seine ursprüngliche Funktion einbußte.
Der Ort trägt Namen, die seine ursprüngliche Funktion als Zentrum für Viehhandel und Fleischverarbeitung verdeutlichen. Die umgestalteten Hallen zeigen heute, wie Berlin industrielle Räume in Wohnungen und Läden verwandelt hat.
Das Gelände liegt neben der Eisenbahnringbahn, was historisch den Transport von Tieren erleichterte. Heute ist der Ort teilweise beschädigt und nur begrenzt zugänglich, da er noch aktiv genutzt oder umgestaltet wird.
Das Stahlskelett der einstigen Schafauktionshalle blieb erhalten und wurde in den Hermann-Blankenstein-Park integriert. Dieses Relikt zeigt, wie industrielle Strukturen heute Natur und Geschichte miteinander verbinden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.