Galiläakirche, Neugotische Kirche in Friedrichshain, Deutschland.
Die Galiläakirche ist eine rote Backsteinkirche, die 1909–1910 von Georg Dinklage und Ernst Paulus in der engen Straßenflucht der Rigaer Straße 9/10 errichtet wurde. Die asymmetrische Fassade schließt an ein Gemeindehaus und die ehemalige Liebig-Realschule an; zwei gestufte Spitzbogenportale führen in die Seitenschiffe. Der 50 Meter hohe Turm mit kupfernem Spitzhelm überragt die umliegenden Wohngebäude.
Die Kirche wurde zwischen 1909 und 1910 erbaut, als die Gemeinde schnell wuchs und neue Gotteshäuser benötigte. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt das Gebäude Bombenschäden, wurde aber später restauriert und überstand die Zeit.
Der Name Galiläa verweist auf die Region im Norden Israels. Seit dem 9. November 2008 zeigt die Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft hier eine Dauerausstellung über Jugendwiderstand und Jugendopposition in der DDR; die Kirche dient heute als unabhängiger Veranstaltungsort für Musik, Film, Literatur und Performance.
Das Gebäude liegt an der Rigaer Straße 9 und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die U-Bahn-Linie U5 hält in der Nähe, ebenso wie mehrere Straßenbahnlinien, die Besucher direkt dorthin bringen.
Der 50 Meter hohe Turm überragt die umliegenden Wohnhäuser deutlich, und sein schlanker Spitzhelm war ursprünglich mit Ziegeln gedeckt, bevor er eine Kupferhaut erhielt. Benannt ist die Kirche nach der Region Galiläa im Norden Israels; die Kirchengemeinde wurde am 1. Mai 1911 selbstständig.
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