Athos, Orthodoxer Klosterberg in Chalkidiki, Griechenland
Der Athos ist ein bewaldeter Gipfel auf einer schmalen Halbinsel in der nördlichen Ägäis, die sich über etwa 50 Kilometer ins Meer erstreckt. Die Spitze erreicht gut 2000 Meter Höhe und überragt die umliegenden Klöster und Einsiedeleien, die sich an den Hängen verteilen.
Mönche siedelten sich ab dem 10. Jahrhundert auf der Halbinsel an und gründeten Gemeinschaften, die sich dem orthodoxen Gebet widmeten. Die Klöster erhielten im Lauf der Zeit Selbstverwaltung und entwickelten sich zu einem eigenen monastischen Gebiet.
Der Berg beherbergt zwanzig östlich-orthodoxe Klöster mit umfangreichen Sammlungen mittelalterlicher Handschriften, religiöser Artefakte und byzantinischer Kunst.
Der Zugang ist auf männliche Besucher beschränkt, die eine Sondergenehmigung bei den Behörden in Thessaloniki beantragen müssen. Die Erlaubnisse werden in begrenzter Anzahl vergeben, daher empfiehlt sich eine frühzeitige Planung für einen Besuch.
Die Halbinsel folgt seit mehr als tausend Jahren der Regel, dass weibliche Wesen jeden Alters den Boden nicht betreten dürfen. Diese Vorschrift gilt auch für Haustiere und Nutztiere, was die Klostergemeinschaften bei ihrer Versorgung berücksichtigen müssen.
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