Cap Blanc, Prähistorische Höhle in Marquay, Frankreich
Cap Blanc ist ein Felsdach mit eingemeißelten Skulpturen an der Wand, die während des Magdalénien entstanden. Die Friesgruppe erstreckt sich über etwa 16 Meter und zeigt Pferde, Bisons und Steinböcke mit beeindruckender Tiefe.
Das Felsdach wurde 1908 von Raymond Peyrille entdeckt und offenbarte bei Ausgrabungen ab 1909 Werkzeuge und Knochenreste aus der Eiszeit. Diese Funde zeigten, dass Menschen über lange Zeit an diesem geschützten Ort lebten und ihre Werke schufen.
Die Reliefplastiken zeigen, wie Menschen dieser Zeit Tiere in Stein meißelten und damit ihre Jagdwelt festhielten. Die Schnitzereien wirken lebendig und detailliert, obwohl sie Tausende von Jahren alt sind.
Das Gelände wird nur mit sachkundiger Führung besucht, die das Verständnis der Kunstwerke und archäologischen Befunde vertieft. Ein angegliedhertes Museum zeigt Funde und gibt Einblicke in das Leben der damaligen Zeit.
Bei den Ausgrabungen fand man das Skelett einer jungen Frau, die dicht neben den Reliefs lag und vermutlich dort begraben wurde. Dieses Skelett, heute in einem Museum in Chicago, zeigt eine seltene Verbindung zwischen einer Person und der von ihr oder ihrer Gemeinschaft geschaffenen Kunst.
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