Conseil d’État, Oberster Verwaltungsgerichtshof im Palais-Royal, Paris, Frankreich
Der Conseil d'État ist die oberste Verwaltungsgerichtsbarkeit Frankreichs und prüft Streitigkeiten zwischen Bürgern und Behörden in letzter Instanz. Die Institution berät gleichzeitig die Regierung bei der Ausarbeitung von Gesetzen und Verordnungen und kontrolliert deren Rechtmäßigkeit.
Napoléon Bonaparte gründete diese Institution am 13. Dezember 1799 als Teil seiner Verwaltungsreformen nach der Revolution. Sie ersetzte den alten königlichen Rat und erhielt die Aufgabe, Verwaltungsrecht zu entwickeln und Entscheidungen einheitlich zu gestalten.
Die Mitglieder des Staatsrats gehören zum französischen Grand Corps de l'État und kommen hauptsächlich von der Nationalen Verwaltungshochschule.
Der Zugang zur Institution ist streng reglementiert und nur Anwälte oder Parteien mit laufenden Verfahren können die Räumlichkeiten im Palais-Royal betreten. Die meisten öffentlich zugänglichen Entscheidungen und Gutachten sind auf der offiziellen Website einsehbar.
Die Räume im Palais-Royal beherbergen eine bedeutende juristische Bibliothek mit Sammlungen, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Die Institution nutzt seit ihrer Gründung denselben Standort im Nordflügel des historischen Gebäudekomplexes.
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