Belleville, Multikulturelles Viertel im Nordosten von Paris, Frankreich
Belleville ist ein Wohnviertel im Nordosten von Paris, das sich über den 19. und 20. Bezirk erstreckt. Die engen Gassen führen an Kunstgalerien, internationalen Restaurants und Straßenmärkten vorbei, während der Boulevard de Belleville die Hauptgeschäftsstraße bildet.
Das Gebiet war bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein eigenständiges Dorf, das für Weinbau und Volksvergnügungen bekannt war. Nach der Eingemeindung in Paris wurde es zum Arbeiterviertel und Zentrum der Pariser Kommune von 1871, die hier ihre letzten Barrikaden errichtete.
Der Name stammt vom lateinischen Bella Villa und bezeichnet ursprünglich eine mittelalterliche Siedlung am Hang. Heute prägen kleine Theater, offene Ateliers und Straßenmusik das Viertel, wo sich Bewohner auf öffentlichen Plätzen treffen und lokale Feste feiern.
Die Metrostationen Belleville, Pyrénées und Jourdain verbinden das Viertel mit dem Zentrum von Paris, wobei die Linie 11 besonders praktisch ist. Der zweimal wöchentlich stattfindende Markt auf dem Boulevard de Belleville findet dienstags und freitags vormittags statt.
Der Parc de Belleville liegt am höchsten Punkt von Paris und bietet freie Sicht auf die Stadt von seinen terrassierten Gärten aus. Der Park wurde erst in den 1980er Jahren angelegt und folgt der natürlichen Neigung des Hügels mit Wasserspielen, die über mehrere Ebenen hinabfließen.
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