Boulevard périphérique, Ringstraße in Paris, Frankreich
Der Boulevard Périphérique ist eine ringförmige Stadtautobahn in Paris, die auf 35 Kilometern die Hauptstadt mit je vier Fahrstreifen in jede Richtung im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn umschließt. Die Trasse verläuft abwechselnd über Brücken, in offenen Einschnitten und durch Tunnel und trennt dabei die inneren Arrondissements vom angrenzenden Ballungsraum.
Die Planung des Rings begann in den 1950er Jahren auf dem Verlauf der abgerissenen Thiers-Mauer, die zuvor die Grenze der Stadt markiert hatte. Die Bauarbeiten dauerten von 1958 bis 1973 und folgten einem Konzept zur Entlastung der innerstädtischen Verkehrsachsen.
Die Anordnung des Verkehrswegs zeigt alte soziale Trennungen, mit unterirdischen Abschnitten in wohlhabenden Vierteln und Hochstraßen in Arbeitergegenden. Diese bauliche Aufteilung prägt heute noch die Wahrnehmung der Grenze zwischen der Innenstadt und ihrem Umland.
Seit Oktober 2024 gilt ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern, wobei eine Fahrspur für öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften, Taxis und Rettungsfahrzeuge reserviert ist. Die Fahrtrichtung erfolgt im Uhrzeigersinn auf der Außenspur und gegen den Uhrzeigersinn auf der Innenspur.
Jeden Tag nutzen mehr als eine Million Fahrzeuge den Ring, was ihn zur meistbefahrenen Straßenverbindung in Europa macht. Die durchschnittliche Fahrzeit für eine komplette Umrundung kann zu Stoßzeiten über zwei Stunden betragen.
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