Le Menec, Prähistorische Steinreihen in Carnac, Frankreich.
Die Carnac-Steine sind eine megalithische Anlage in der Bretagne an der französischen Atlantikküste, bestehend aus mehr als 3.000 aufrecht stehenden Granitblöcken. Diese Steine erstrecken sich in parallelen Reihen über etwa vier Kilometer und bilden mehrere getrennte Abschnitte in der flachen Landschaft nahe der Küste.
Die Anlage entstand zwischen 4500 und 3300 vor Christus durch vorgeschichtliche Gemeinschaften während der Jungsteinzeit in Europa. Spätere Bewohner nutzten die Steine teilweise als Baumaterial, wodurch im Lauf der Jahrhunderte einige Reihen verschwanden oder unterbrochen wurden.
Lokale Legenden beschreiben die Steine als römische Soldaten, die der Zauberer Merlin auf seinem Weg durch die Bretagne in Stein verwandelt hat. Die mündlichen Erzählungen werden an Besucher weitergegeben und verbinden die prähistorische Anlage mit mittelalterlichen Sagen der Region.
Die Anlage ist von Oktober bis März frei zugänglich, während in den Sommermonaten geführte Touren stattfinden, um die Vegetation zu schützen. Besucher können die Reihen am besten vom erhöhten Aussichtspunkt aus überblicken oder entlang der markierten Wege außerhalb der gesperrten Bereiche spazieren.
Die Höhe der Steine nimmt von West nach Ost allmählich ab und reicht von etwa 4 Metern am westlichen Ende bis zu weniger als einem Meter am östlichen Abschluss. Diese Abstufung folgt einem klaren Muster, dessen Zweck bis heute nicht endgültig erklärt werden konnte.
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