Carnac, Prähistorische Megalithanlage in der Bretagne, Frankreich
Carnac ist eine Gemeinde an der Südküste der Bretagne im Département Morbihan, die für ihre Ansammlung prähistorischer Steinreihen bekannt ist. Die Ortschaft liegt zwischen dem Atlantik und dem Landesinneren und umfasst sowohl Wohngebiete als auch offene Felder mit aufrecht stehenden Megalithen.
Die aufgerichteten Steine wurden zwischen 4500 v. Chr. und 2000 v. Chr. errichtet und bilden damit eine der größten Sammlungen neolithischer Monumente in Europa. Über die Jahrhunderte hinweg haben Landwirte einige Steine entfernt oder umgestoßen, doch die Hauptgruppen blieben an ihren ursprünglichen Positionen erhalten.
Die Steine tragen Namen wie Le Ménec, Kermario und Kerlescan, die alle aus dem Bretonischen stammen und auf Ortschaften und Landmerkmale hinweisen. Besucher bemerken oft die Ruhe rund um die Felder, wo Wanderwege zwischen den Reihen verlaufen und Schautafeln die verschiedenen Abschnitte erklären.
Besichtigungen sind zwischen April und September mit Führungen möglich, während die Anlage in den Wintermonaten frei zugänglich bleibt. Ein Besucherzentrum am westlichen Rand bietet Ausstellungen und hilft bei der Orientierung zwischen den verschiedenen Steinfeldern.
Einige Steine tragen Gravuren von Äxten und anderen Werkzeugen, die erst bei genauer Betrachtung sichtbar werden. Diese Symbole befinden sich vor allem an den Steinen von Kermario und lassen sich am besten bei niedrigem Sonnenstand erkennen.
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