Hôpital de La Grave, Historische Krankenhaus-Anlage in Saint-Cyprien, Toulouse, Frankreich.
Das Hôpital de La Grave ist ein Krankenhaus in Saint-Cyprien mit einem großen Komplex aus mehreren Gebäuden, die sich rund um eine zentrale Kuppel verteilen und zum Fluss Garonne hin ausgerichtet sind. Die Anlage umfasst heute Abteilungen für Geriatrie, Sozialmedizin, Geschlechtsgesundheit und Kinderpsychiatrie mit etwa 26 spezialisierten Betten.
Das erste schriftliche Dokument über das Krankenhaus stammt aus dem Jahr 1197 durch eine Urkunde des Grafen Raymond IV. von Toulouse, die seine Gründung bezeugt. Die Anlage erlebte ihre größte Expansion zwischen 1508 und 1514 als Reaktion auf schwere Pestausbrüche in der Region.
Das Krankenhaus entstand aus der Umwandlung einer Peststation in eine Einrichtung für arme Menschen und zeigt, wie sich die medizinische Versorgung im Laufe der Zeit verändert hat. Der Ort war lange Zeit ein Ort der Zuflucht für diejenigen, die nirgendwo anders Hilfe finden konnten.
Das Gelände liegt direkt am Fluss Garonne und ist leicht von der Altstadt aus erreichbar. Die Gebäude sind teilweise der Öffentlichkeit zugänglich, besonders die historischen Bereiche mit der charakteristischen Architektur können besichtigt werden.
Der Name La Grave stammt von dem französischen Wort 'grève', das einen sandigen Flussuferstrand bedeutet, da das Krankenhaus genau an diesem Ort am Garonne-Ufer gegründet wurde. Dieser geografische Name erinnert noch heute an die ursprüngliche Lage des Ortes am Fluss.
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