Mont Chenaillet, Berggipfel in Hautes-Alpes, Frankreich.
Der Mont Chenaillet ist ein Gipfel in den Hautes-Alpes, Frankreich, der an der Grenze zwischen drei Tälern liegt: dem Susa-, dem Durance- und dem Cerveyrette-Tal. Der Berg besteht aus ophiolithischen Gesteinen, also Überresten eines alten Meeresbodens, der bei der Entstehung der Alpen an die Oberfläche gehoben wurde.
Der Mont Chenaillet war über Jahrhunderte hinweg ein militärisch genutztes Gebiet, da er die Grenze zwischen Frankreich und Italien markierte. Befestigungsanlagen aus dem 17. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg zeugen noch heute von dieser strategischen Vergangenheit.
Geologen und Studenten kommen zum Mont Chenaillet, um seine Kissenlaven zu beobachten, die zu den am besten sichtbaren in den Alpen gehören. Die Felsformationen geben einen direkten Einblick in die Entstehung des Alpenbogens.
Der Aufstieg beginnt in der Nähe der Höfe von La Chau und folgt markierten Wegen, die an Bergseen vorbeiführen. Bergschuhe und warme Kleidung sind empfehlenswert, da das Wetter auf dieser Höhe schnell wechseln kann.
Die Kissenlaven des Mont Chenaillet sind rund 155 Millionen Jahre alt und stammen aus dem Tethys-Ozean, der einst zwischen Europa und Afrika lag. Dieser Ozean verschwand vollständig, und seine Überreste sind heute als Gestein an der Oberfläche sichtbar.
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