Quai Malaquais, Flusskai im 6. Arrondissement, Paris, Frankreich
Der Quai Malaquais verläuft 330 Meter am linken Seineufer, von der Pont du Carrousel und der Rue des Saints-Pères bis zum Quai de Conti und der Rue de Seine. Zwischen Fahrbahn und Kaimauer liegt auf der Place Justin Godart ein von Platanen gesäumter Radweg, und auf der Brüstung stehen die grünen Kästen der Bouquinistes. Die École des Beaux-Arts nimmt den früheren Pré-aux-Clercs ein, in dem von Félix Duban 1858–1862 errichteten Gebäude, mit Eingängen an Nr. 11–13 und im Hôtel de Chimay, Nr. 17.
Um 1552 wurde ein dammartiger Hochwasserschutz errichtet, um das kleine Pré-aux-Clercs vor Überschwemmungen der Seine zu schützen, an der Stelle des früheren Port Malaquest. Gepflastert wurde der Kai durch Beschluss des Conseil vom 1. Juli 1669 unter Ludwig XIV. Ursprünglich reichte er bis zur Pont Royal und umfasste den heutigen Quai Voltaire.
Am Haus Nr. 15 erinnert eine Gedenktafel an Anatole France, der hier von 1844 bis 1853 aufwuchs; sein Vater, ein Arzt, hielt eine naturkundliche Sammlung. Im Hôtel Dorat (Nr. 3) wohnte Alexander von Humboldt von 1804 bis 1824, später richtete der Kupferstecher Albert Decaris im obersten Stock sein Atelier ein. Die Eingänge der Beaux-Arts liegen an Nr. 11-13 auf dem einstigen Pré-aux-Clercs und im Hôtel de Chimay, Nr. 17.
Der Kai ist 330 Meter lang und reicht von seinem Beginn gegenüber Nr. 17 Quai Voltaire an der Pont du Carrousel und der Einmündung der Rue des Saints-Pères bis zum Quai de Conti an der Rue de Seine. Zwischen Fahrbahn und Kaimauer verläuft auf der baumbestandenen Place Justin Godart ein Radweg, und auf der Kaimauer stehen die Auslagen der Bouquinistes. Nächste Metrostation ist Saint-Germain-des-Prés, Linie 4.
Der Name Malaquais stammt von den Schwierigkeiten ab, die Boote beim Anlegen an dieser Stelle in früheren Jahrhunderten hatten. Die schlechten Anlegebedingungen prägen bis heute den Charakter dieses eher ruhigen Uferabschnitts.
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