Tribunal de commerce de Paris, Handelsgericht in der Île de la Cité, Frankreich
Das Tribunal de commerce de Paris ist ein Gerichtsgebäude auf der Île de la Cité, das sich über einen rechteckigen Grundriss mit den Abmessungen 50 mal 70 Meter erstreckt und eine markante achteckige Kuppel trägt. Die Kuppel erhebt sich zu einer Höhe von etwa 45 Metern am nördlichen Ufer der Insel und beherbergt sieben Geschosse, in denen Handelsjustiz konzentriert ist.
Der Bau des heutigen Gerichtsgebäudes wurde von Napoleon III. in Auftrag gegeben und begann 1859 unter der Leitung des Architekten Antoine-Nicolas Bailly. Das Projekt war 1865 abgeschlossen und markierte eine Zentralisierung der Handelsjustiz, die zuvor über die ganze Stadt verteilt war.
Der Haupteingang zeigt Statuen, die Recht, Gerechtigkeit, Standhaftigkeit und Klugheit darstellen, während die Innenräume Büsten bedeutender französischer Persönlichkeiten zeigen. Diese Darstellungen machen die Werte der Justiz für Besucher unmittelbar sichtbar und prägen das Erscheinungsbild des Ortes.
Der Ort ist vom nördlichen Ufer der Île de la Cité aus leicht zugänglich und das Gebäude ist aufgrund seiner markanten Kuppel von verschiedenen Punkten auf der Insel erkennbar. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein aktives Gerichtsgebäude handelt, daher ist die Besichtigung der Innenräume möglicherweise eingeschränkt oder erfordert vorherige Genehmigung.
Die Kuppelgestaltung des Gebäudes wurde durch das Rathaus von Brescia in Italien inspiriert und vereint Renaissance-Elemente mit der französischen Architektur des Zweiten Kaiserreichs. Diese ungewöhnliche Verbindung zeigt, wie französische Architekten des 19. Jahrhunderts europäische Einflüsse in ihre Projekte integrierten.
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