Réseau de la Woëvre, Schienennetz in Frankreich
Das Réseau de la Woëvre war ein Eisenbahnnetz mit schmaler Spurweite (ein Meter), das Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Meuse gebaut wurde und etwa 149 Kilometer umfasste. Es bestand aus zwei Hauptlinien: eine von Verdun nach Montmédy und eine von Vaux-devant-Damloup nach Commercy, beide mit unabhängigen Gleisen, die sich durch Felder und kleine Ortschaften schlängelten.
Das Netzwerk wurde 1914 eröffnet, kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, und wurde bis 1938 betrieben. Während des Krieges diente es der Heeresversorgung, wobei die Frontlinie das System in zwei Teile spaltete und die Deutschen den nördlichen Abschnitt kontrollierten, der später die Stationsbezeichnung Montmédy-Süd trug.
Das Netzwerk prägte die Identität der kleinen Dörfer und Städte der Region, wo der Bahnhof Montmédy zum Zentrum des Gemeinschaftslebens wurde. Die lokale Bevölkerung nutzte die Züge, um Waren zu transportieren und Orte miteinander zu verbinden, was bis heute in den Erinnerungen der Einwohner nachwirkt.
Sie können den alten Streckenabschnitten heute zu Fuß oder mit dem Fahrrad folgen, da viele Abschnitte in Wander- und Radstrecken umgewandelt wurden. Die Überreste von Bahnhöfen und Brücken sind entlang der Route noch sichtbar, besonders bei Montmédy, wo die alte Station in einen Gemeinschaftsraum umgewandelt wurde.
Die Station Montmédy hatte während der Besatzung den Namen Montmédy-Süd, eine seltene Erinnerung an die deutsche Namengebung in dieser Gegend. Heute ist der alte Bahnhof in einen kulturellen Versammlungsort umgewandelt worden, wo Märkte und Festivals stattfinden und Besucher noch immer alte Gleisabschnitte sehen können.
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