Cachot de Cyparis, Gefängniszelle in Saint-Pierre, Martinique.
Der Cachot de Cyparis ist eine steinerne Gefängniszelle in Saint-Pierre, die drei Meter lang und vier Meter breit ist. Sie verfügt über massive Wände, eine Öffnung zur Straße und ein kleines vergittertes Fenster zur Südwestseite.
Der Kerker wurde Teil der Weltgeschichte, als der Gefangene Louis-Auguste Cyparis am 8. Mai 1902 die Vulkankatastrophe des Mount Pelée überlebte. Seine Zelle war einer der wenigen Orte in der Stadt, der genug Schutz bot, um einer derart intensiven Hitze standzuhalten.
Der Kerker wurde zum Symbol der Kolonialgeschichte Martiniques und zeigt, wie architektonische Überreste heute als Erinnerungsorte gepflegt werden. Besucher können hier unmittelbar nachvollziehen, welche Rolle kleine, robuste Bauwerke in der Stadtlandschaft spielten.
Der Kerker liegt in der Rue de la Prison im Zentrum von Saint-Pierre und ist das ganze Jahr über ohne Eintrittsgebühr zugänglich. Da es sich um ein kleines, freistehendes Monument handelt, ist es leicht zu Fuß zu erreichen und kann jederzeit besichtigt werden.
Cyparis war einer von nur drei Menschen, die in der gesamten Stadt die Eruption überlebten, wodurch dieser kleine Kerker zu einem außergewöhnlichen Zeugnis wurde. Seine Rettung wird oft als Wunder beschrieben, da die meisten anderen Strukturen keine Überlebenschancen boten.
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