Maison coloniale de santé, Krankenhaus
Die Maison coloniale de santé ist eine ehemalige Krankenhausanlage in Saint-Pierre, die ab 1837 als medizinische Einrichtung diente. Das Gebäude bestand aus mehreren verbundenen Strukturen mit Räumen für Patienten, Bädern und therapeutischen Gärten, die neben der Roxelane-Fluss lagen.
Das Gebäude wurde 1837 gegründet und diente bis 1902 als Krankenhaus mit etwa 150 Betten. Die Eruption der Montagne Pelée am 8. Mai 1902 zerstörte große Teile von Saint-Pierre und verursachte erhebliche Schäden an der Einrichtung, wo viele Patienten und Mitarbeiter starben.
Das Gebäude wurde von Schwestern der Kongregation Saint-Paul de Chartres betreut und spielte eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung der Stadt. Die Einrichtung mit ihren Bädern und dem Garten spiegelt das 19. Jahrhundert wider, als Wasserbehandlung als Heilmittel galt.
Der Ort ist mit den Ruinen des Gebäudes frei zugänglich und zeigt noch Mauern und Strukturen aus der ursprünglichen Anlage. Besucher sollten auf unebenes Gelände und potenzielle Gefahren vorbereitet sein, da die Ruinen noch nicht vollständig stabilisiert sind.
Archäologische Ausgrabungen in den 1990er Jahren legten Fundamente, Zisternen und Abwassersysteme frei, die zeigen, wie durchdacht die Infrastruktur für medizinische Versorgung war. Diese architektonischen Details offenbaren das fortgeschrittene Verständnis von Wassermanagement und Hygiene in einer Kolonialeinrichtung des 19. Jahrhunderts.
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