Etah, Ort in Grönland
Etah ist ein verlassener Weiler im äußersten Norden Grönlands, am Rand des Foulke-Fjords gelegen, in der Gemeinde Avannaata. Auf beiden Seiten der Bucht ragen steile Felswände auf, und die wenigen verbliebenen Hütten liegen verstreut am Ufer.
Verschiedene Inuit-Gruppen durchquerten das Gebiet vor etwa 4400 Jahren, und das Thule-Volk kam vor weniger als 1000 Jahren an. Im Jahr 1865 führte der Schamane Qidlaq eine Gruppe von Migranten an diese Küste, und einige von ihnen ließen sich in Grönland nieder.
Etah gilt als der nördlichste Punkt, an dem Menschen jemals dauerhaft gelebt haben, und dieser Ruf zieht noch heute Forscher und Entdecker an. Die verlassenen Hütten stehen als stilles Zeugnis dafür, wie weit die Inuit in die Arktis vorgedrungen sind.
Der Ort ist am besten im Sommer zu erreichen, wenn das Eis zurückgeht und gelegentlich Jäger vorbeikommen. Selbst dann sind starke Winde und schnell wechselndes Wetter häufig, daher ist eine gute Ausrüstung unerlässlich.
Im Jahr 1984 versuchten Menschen aus Qaanaaq, den Ort durch Walross- und Bärenjagd wieder zu besiedeln, scheiterten jedoch an den harten Bedingungen. Die Hütten, die damals gebaut wurden, stehen noch immer leer am Ufer.
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