Synagoge, Maurische Synagoge im VII. Bezirk von Budapest, Ungarn
Die Rumbach-Sebestyen-Synagoge ist ein Gotteshaus im siebten Bezirk mit acht Seiten und mehreren Kuppeln, die außen und innen mit islamisch inspirierten Mustern gestaltet sind. Beim Betreten fallen die bunten Ornamente auf, die Wände und Gewölbe bedecken und das Innere hell und detailliert wirken lassen.
Der Bau begann am 1. Mai 1870, und am 1. Oktober 1872 wurde die Synagoge geweiht; die Pläne stammten vom Wiener Architekten Otto Wagner, die Bauleitung hatte Felix Buzzi. Errichtet wurde sie für die Status-quo-Gemeinde, den konservativeren Teil, der aus dem Schisma des ungarischen Judentums von 1869 hervorging. Eine Gedenktafel an der Wand erinnert an die Juden, die 1941 im Gebäude zusammengetrieben wurden, bevor man sie nach Kamjanez-Podilskyj deportierte.
Die Synagoge wird auch „kleine Synagoge“ genannt, im Unterschied zur „großen Synagoge“ in der Dohány utca. Eine ungarische Gedenktafel an ihrer Wand erinnert an die Juden, die 1941 in dem Gebäude zusammengetrieben wurden, bevor sie nach Kamjanez-Podilskyj deportiert wurden. Seit der Renovierung 2021 finden hier Theateraufführungen, Konzerte, Fotoausstellungen und andere Kulturveranstaltungen statt; zudem dient das Gebäude als jüdisches Museum.
Die Synagoge steht in der Rumbach Sebestyén utca 11–13 im VII. Bezirk, im sogenannten Synagogen-Dreieck nahe der Dohány utca. Seit 2006 ist sie für Besucher zugänglich; im Juni 2021 wurde sie vollständig restauriert und dient seither als Konzertsaal und jüdisches Museum. An der Wand erinnert eine ungarische Gedenktafel an die 1941 hier zusammengetriebenen Juden.
Die Synagoge wurde als Hommage an den achteckigen, überkuppelten Felsendom in Jerusalem errichtet, nicht als dessen Kopie. Ihr achteckiger Grundriss und die überkuppelten Ecktürme greifen ihn auf; innen bedeckten rot-blaue-goldene Stuckaturen die Flächen, die das Team von Kornél Baliga wiederherstellte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.609 Mitwirkenden weltweit.