Szelim cave, Natürliche Höhle am Berg Kő-hegy, Tatabánya, Ungarn.
Die Szelim-Höhle öffnet sich an der Westwand des Kő-hegy auf 289 m Seehöhe über Tatabánya. Sie hat vier Eingänge: einen 1 m breiten und 2 m hohen Nordspalt, ein 10 m breites und 7,5 m hohes westliches Felsentor, das von der Stadt aus sichtbar ist, ein 70 cm großes Südloch und einen 6 m breiten und 3 m hohen bogenförmigen Südwesteingang. Das Innere ist eine 45 m lange Halle, anfangs 25–27 m, weiter innen 10–12 m breit und bis 14 m hoch, mit einer 7–8 m großen Deckenöffnung und sichtbaren Bänken aus Dachsteinkalk der Obertrias.
Hubert Kessler begann 1932 mit den Grabungen, István Gaál führte sie fort; 1934 finanzierte der Naturhistorische Forschungsrat weitere Arbeiten. Gefunden wurden Feuerstellen, Ritzungen, Tierknochen und menschliche Reste, teils aus der Zeit der Türkenkriege. Heute wird die menschliche Anwesenheit auf rund 200.000 Jahre datiert, mit Moustérien-Werkzeugen in über 12 m tiefen Sedimenten.
Der Name der Höhle hat mehrere Erklärungen: Er könnte von Sultan Selim I. stammen, der vor der Schlacht bei Mohács starb und nie nach Ungarn kam; von einer Verformung von Süleyman, dessen Truppen bei Pusztamarót vorbeizogen; von der Form der Höhle, die an ein Gesicht erinnert; oder vom slowakischen Wort sedlo (Sattel). Der Name Szelim-lyuk erscheint 1894 erstmals in der Literatur. Lokale Legenden erzählen von Dorfbewohnern, die sich während der Tataren- und Türkenkriege in der Höhle versteckten; eine nahe Quelle heißt János-forrás nach einem Jungen aus einer dieser Geschichten.
Der Haupteingang ist ein 10 m breites und 7,5 m hohes Felsentor in der Westwand des Kő-hegy, das von den bebauten Teilen Tatabányas aus zu sehen ist. Ein vor wenigen Jahren angelegter Lehrpfad verbindet ihn mit dem Turul-Denkmal, 300 m entfernt. Die Höhle ist frei zugänglich, ohne Höhlenausrüstung; drei weitere Eingänge existieren, darunter ein enger 70-cm-Schacht im Süden.
Für den Namen der Höhle gibt es mehrere Erklärungen: Er soll von Sultan Selim I. stammen, der vor Mohács starb und Ungarn nie erreichte, oder eine Verformung von Süleyman sein, dessen Truppen tatsächlich bei Pusztamarót vorbeizogen. Slowakische Sprachforscher leiten ihn vom lokalen Wort szedlim, „Sattel“, ab. Der Name Szelim-lyuk erscheint 1894 erstmals in der Literatur.
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