Maria-Magdalena-Kirche, Russisch-orthodoxe Kirche am Ölberg, Jerusalem
Die Kirche der Maria Magdalena ist ein russisch-orthodoxes Gotteshaus am Ölberg in Jerusalem, das aus weißem Sandstein errichtet wurde und durch seine sieben vergoldeten Zwiebeltürme mit orthodoxen Kreuzen weithin sichtbar ist. Die Fassade zeigt feine Steinmetzarbeiten und Bogenelemente, während die Wände mit religiösen Motiven und ornamentalen Details verziert sind.
Zar Alexander III. ließ die Kirche 1888 nach Plänen des Architekten David Grimm zu Ehren seiner Mutter Kaiserin Maria Alexandrowna errichten. Die Großfürstin Elisabeth Feodorowna und Schwester Barbara, die 1918 hingerichtet wurden, fanden später hier ihre letzte Ruhestätte und wurden als Märtyrerinnen heiliggesprochen.
Der Name ehrt Maria Magdalena, die nach den Evangelien als erste Zeugin der Auferstehung gilt und im christlichen Glauben eine zentrale Rolle spielt. Die Ikonostase aus Marmor und Bronze trennt den Altarraum vom Kirchenschiff und folgt der traditionellen Gestaltung russisch-orthodoxer Gotteshäuser.
Der Zugang ist über die Russische Kirchenmission nur dienstags und donnerstags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr möglich. Besucher sollten auf angemessene Kleidung achten und ausreichend Zeit für die Besichtigung einplanen, da die Öffnungszeiten begrenzt sind.
Die Öllampen aus dem 19. Jahrhundert brennen noch immer vor den Ikonen und schaffen ein flackerndes Licht, das sich auf den goldenen Oberflächen spiegelt. Gemälde der russischen Künstler Alexander Iwanow und Wereschtschagin schmücken die Innenwände und zeigen biblische Szenen mit warmen Farbtönen.
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