Goldenes Tor, Historisches Tor in Ost-Jerusalem, Palästina.
Das Goldene Tor ist ein Eingang in der Ostmauer des Tempelbergs mit zwei gewölbten Durchgängen, die von massiven korinthischen Säulen getragen werden. Die Struktur besteht aus hellem Kalkstein und erreicht eine Höhe von etwa 11,5 Metern (38 Fuß), wobei beide Bögen heute zugemauert sind und eine unpassierbare Fassade bilden.
Die heutige Toranlage entstand in der byzantinischen Zeit um das 6. oder 7. Jahrhundert und wurde während der Umayyadenzeit umgestaltet. Osmanische Herrscher versiegelten die Durchgänge im 16. Jahrhundert, um eine alte Prophezeiung über den Einzug des Messias zu verhindern.
Der Name stammt aus der byzantinischen Überlieferung, als die vergoldeten Bronzetore im Sonnenlicht glänzten und weithin sichtbar waren. Muslimische Gläubige nennen es Bab ar-Rahma, was Tor der Barmherzigkeit bedeutet, und nutzten die Gebetshalle im Inneren bis zur Versiegelung.
Die Tore sind vom Kidrontal aus sichtbar, allerdings ist ein Durchgang wegen der Versiegelung nicht möglich. Die besten Aussichten auf die Fassade hat man von den Hängen des Ölbergs oder vom muslimischen Friedhof, der sich direkt vor dem Eingang befindet.
Ein mittelalterlicher jüdischer Glaube besagt, dass der Messias an dieser Stelle in die Stadt einziehen wird. Der osmanische Sultan ließ deshalb einen Friedhof direkt vor dem Eingang anlegen, da jüdische Priester nicht über Gräber gehen dürfen.
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