Getsemani, Biblischer Garten nahe dem Ölberg, Ost-Jerusalem
Gethsemane ist ein Garten am Fuß des Ölbergs in Ostjerusalem, wo sich uralte Olivenbäume über Steinwege verteilen. Die Anlage umfasst mehrere voneinander getrennte Bereiche, die jeweils von verschiedenen Gemeinschaften verwaltet werden und durch kleine Mauern und Zäune markiert sind.
Die Stätte wurde bereits in byzantinischer Zeit als Pilgerort verehrt, als dort eine Kirche errichtet wurde. Spätere Ausgrabungen legten Reste eines rituellen Bades aus der Zeit des Zweiten Tempels frei, was zeigt, dass das Gelände schon Jahrhunderte früher genutzt wurde.
Der Name kommt vom hebräischen Gat Shmanim und bedeutet Ölpresse, was auf die Olivenproduktion der Gegend hinweist. Heute teilen sich katholische und orthodoxe Gemeinden die Verwaltung des Ortes, wobei jede Gruppe eigene Bereiche pflegt und zugänglich macht.
Der Zugang erfolgt meist über geführte Gruppen, die von der Altstadt aus starten, wobei die Morgenstunden ruhiger sind. Wege im Garten sind teilweise uneben und führen über Stufen, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für den Besuch.
Einige der Olivenbäume im Garten wurden durch Genanalyse auf rund 900 Jahre datiert und gehören damit zu den ältesten bekannten Exemplaren der Erde. Trotz ihres hohen Alters tragen diese Bäume noch immer Früchte und werden regelmäßig gepflegt.
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