Russian Convent of the Ascension, Russisch-orthodoxes Kloster am Ölberg, Jerusalem, Israel
Das Russische Frauenkloster der Himmelfahrt ist ein orthodoxes Kloster auf dem Ölberg in Jerusalem mit ausgedehnten Anlagen über mehrere Ebenen. Das Ensemble besteht aus Kirchen, Nebengebäuden, zwei Friedhöfen sowie Hainen mit Oliven- und Kiefernbäumen.
Das Kloster wurde im 19. Jahrhundert gegründet, nachdem Archimandrit Antonin Kapustin Land erworben hatte, das archäologische Funde aus der Antike barg. Ausgrabungen brachten alte Mosaiken und Gräber ans Licht, die die lange Geschichte des Ortes zeigten.
Die Ikonen und Fresken des Klosters stammen weitgehend von den Nonnen selbst, die auch die beim Erdbeben von 1927 beschädigten Wandmalereien restaurierten. Die Fresken zeigen neutestamentliche Szenen, die der Überlieferung nach mit dem Ölberg verbunden sind, darunter die Auferweckung des Lazarus über dem Eingang. Das russische Kreuz am Tor hat einen schrägen unteren Balken, gedeutet als die beiden Schächer.
Das Kloster liegt auf dem Südgipfel des Ölbergs, etwa 200 m von der Himmelfahrtskapelle entfernt, und ist von einer 1,5 km langen Mauer inmitten dichter arabischer Bebauung umgeben. Der Zugang erfolgt durch das Tor an der Straße; auf dem Gelände liegen zwei Friedhöfe sowie Oliven- und Kiefernhaine. Besucher sollten sich bescheiden kleiden und die Öffnungszeiten vor der Ankunft prüfen, da das Kloster für Gottesdienste oder private Veranstaltungen schließen kann.
Archimandrit Antonin Kapustin ist in der Himmelfahrtskirche links vom Eingang begraben; sein Grabstein trägt eine Inschrift in altkirchenslawischen Buchstaben und Zahlen. Der Glockenturm des Klosters ist 64 Meter hoch, wie die hebräischen Quellen angeben.
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