Paternosterkirche, Kirchengebäude in Jerusalem
Die Kirche des Pater Noster ist ein Gotteshaus auf dem Ölberg in Jerusalem, das an einem Ort mit langer Geschichte errichtet wurde. Das aktuelle Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert, steht aber auf den Grundlagen einer byzantinischen Basilika aus dem 4. Jahrhundert und eine darunter liegende Höhle, in der Jesus seinen Jüngern beten gelehrt haben soll.
Die ursprüngliche Basilika wurde im 4. Jahrhundert vom römischen Kaiser Konstantin erbaut, genannt Basilika der Eleona, über einer Höhle, die als Gebetsort des Jesus mit seinen Jüngern galt. Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, bevor Karmelitinnen-Nonnen es im späten 19. Jahrhundert restaurierten und eine neue Kirche mit über 70 Sprachenversionen des Vaterunsers schufen.
Der Name 'Pater Noster' bezieht sich auf das Vaterunser-Gebet, das hier gelehrt worden sein soll, während die griechische Bezeichnung Eleona auf die Olivenbäume hindeutet, die einst den Hang bedeckten. Die Keramikfliesen an den Wänden zeigen das Gebet in über 70 Sprachen und verbinden Besucher aus aller Welt mit einer gemeinsamen christlichen Tradition.
Die Kirche hat ein einfaches, ruhiges Interieur und ist täglich außer sonntags zu Besuchszeiten geöffnet, wobei Besucher die religiösen Aktivitäten der Nonnen respektieren sollten. Die Anlage umfasst einen Kreuzgang mit Keramikfliesen, gepflegte Gärten und eine Treppe hinab zu den archäologischen Überresten und der Höhle, die leicht zugänglich sind.
Eine Französin namens Aurelia de Bossi kaufte das Land im 19. Jahrhundert und leitete umfangreiche Grabungen durch, um die Überreste der antiken Basilika freizulegen und die Höhle darunter zu erforschen. Ihre Neugier und Ausdauer ermöglichten es, die antiken Strukturen zu entdecken, die heute Besuchern einen Blick auf etwa 1900 Jahre Religionsgeschichte bieten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.