Hinnom, Antikes Tal im südwestlichen Jerusalem, Israel
Das Tal Hinnom erstreckt sich entlang der westlichen und südwestlichen Grenzen Jerusalems und verschmilzt in der Nähe des Pools von Siloam mit dem Kidrontal. Das Gelände zeichnet sich durch steile Hänge und felsige Ausläufer aus, die verschiedene historische Schichten offenbaren.
Während der Zeit des Ersten Tempels enthielt das Tal einen Ort namens Tophet, wo archäologische Beweise für Bestattungsstätten aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. darauf hindeuten. Der Ort war über Jahrhunderte ein bedeutender Friedhof und religiöser Ort in der alten Stadt.
Der hebräische Begriff Gehinnom stammt vom Namen dieses Tals und wurde in religiöse Texte als Darstellung des göttlichen Urteils aufgenommen. Diese sprachliche Verbindung zeigt, wie geografische Orte in der lokalen Kultur tiefe symbolische Bedeutungen entwickelt haben.
Der beste Aussichtspunkt ist von der südwestlichen Eckenveranda der Kirche St. Peter in Gallicantu auf dem Zionsberg, von wo aus man das gesamte Tal überblicken kann. Wanderer sollten feste Schuhe tragen, da die Pfade uneben sind und einige Bereiche schwer zugänglich sein können.
Das Tal hat sich von einem antiken Bestattungsort zu einem grünen Raum entwickelt, in dem heute Konzerte im Freien vor der Kulisse der Jerusalemer Mauern stattfinden. Diese Umwandlung zeigt, wie dieser historisch bedeutsame Ort in der modernen Zeit neue Leben erhalten hat.
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