Sikkim, Staat im Nordosten Indiens
Sikkim ist ein Bundesstaat im nordöstlichen Indien zwischen Nepal, Bhutan und Tibet, der vom Himalaya dominiert wird. Der Kangchenjunga-Nationalpark nimmt weite Teile des Territoriums ein und umfasst vergletscherte Gipfel, Rhododendronwälder und steile Täler mit schnellen Flüssen.
Jahrhundertelang regierte die Chogyal-Dynastie dieses buddhistische Königreich, bis politische Spannungen und eine Volksabstimmung 1975 zur Eingliederung in Indien führten. Der letzte Herrscher verließ den Palast in Gangtok, der heute als Museum dient.
Bhutia, Lepcha und nepalesische Gemeinschaften leben hier zusammen und feiern Feste wie Losar mit Masken, Trommelmusik und Gerichten aus Yak-Butter. Klöster öffnen ihre Türen während religiöser Zeremonien, bei denen Mönche in roten Gewändern Gebetsfahnen aufhängen und Besucher willkommen heißen.
Gangtok, die Hauptstadt, liegt auf halber Höhe und bietet Zugang zu Klöstern, Wanderwegen und lokalen Märkten durch Sammeltaxis und organisierte Ausflüge. Höhere Lagen erfordern Zeit zur Akklimatisierung wegen der dünnen Luft, und viele Straßen sind während des Monsuns zwischen Juni und September schwer passierbar.
Seit 2016 bewirtschaften alle Bauern hier ihre Felder komplett biologisch und bauen Spezialitäten wie schwarzen Kardamom und Bergreis an. Diese Umstellung machte das Gebiet zum ersten vollständig ökologischen Bundesstaat Indiens und zog internationale Aufmerksamkeit auf seine nachhaltigen Anbaumethoden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.