Hasanlu, Siedlung im Iran
Teppe Hasanlu ist eine archäologische Stätte in der Provinz Westaserbaidschan im Nordwesten des Iran, die auf einem großen Hügel etwa 25 Meter über der Ebene liegt. Das Zentrum umfasst eine Zitadel mit massiven Mauern und eine darunter liegende Stadt mit gepflasterten Straßen, die von der Neolithischen bis zur Spätantike durchgehend besiedelt wurde.
Die Stätte wurde in der Spätbronzezeit gegründet und erreichte ihre Blütezeit in der frühen Eisenzeit als Teil des Mannäer-Reiches. Im neunten Jahrhundert v. Chr. wurde die Stadt durch einen plötzlichen Angriff zerstört, was die Gebäude und Überreste der Bewohner konservierte und einen wertvollen Einblick in das antike Leben bewahrte.
Der Ort war ein Zentrum für Handwerk und Kunstfertigkeit, wie die zahlreichen gefundenen Gegenstände aus Gold, Silber und Bronze zeigen. Die Bewohner pflegten Kontakte zu benachbarten Kulturen und tauschten Waren und Techniken aus, was ihre Rolle als wichtiges Handelszentrum in der Region unterstreicht.
Der Ort ist über gepflegte Straßen von den Städten Urmia und Naqadeh leicht erreichbar. Der Weg vom Parkplatz zum Hügel dauert nur wenige Minuten und ist für Besucher mit grundlegenden Mobilitätsanforderungen zugänglich.
Ein berühmter Fund ist die Goldschale aus dem neunten Jahrhundert v. Chr., die in einem zerstörten Haus entdeckt wurde und aufwendige Reliefs mit göttlichen Figuren und mythologischen Symbolen zeigt. Diese Schale belegt die handwerkliche Meisterschaft der antiken Bewohner und vermittelt eine bewegende Erinnerung an die letzte Nacht der Stadt vor ihrem plötzlichen Ende.
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