Großer Basar, Historischer Basar im Bezirk 12, Iran
Der Teheraner Großbasar ist ein Markt in Bezirk 12 im Iran, der sich über ein ausgedehntes Netz überdachter Gänge erstreckt. Seine Architektur vereint safawidische, Zand- und Qajar-Stile, wobei Ziegel und Mörtel die tragende Konstruktion bilden.
Der Markt entstand ursprünglich im 16. Jahrhundert in Ray unter safawidischer Herrschaft, als Händler sich dort zum Handelsaustausch versammelten. Erweiterungen unter den Zand- und Qajar-Dynastien formten das Labyrinth überdachter Gänge bis ins 19. Jahrhundert.
Innerhalb der Gänge ist jeder Abschnitt nach bestimmten Produkten organisiert, wobei Familien ihre Gewerbe seit dem Zeitalter der Safawiden an die nächste Generation weitergeben. Kaufleute arbeiten weiterhin an denselben Standorten, die ihre Vorfahren bereits betrieben haben, was dem Markt seine traditionelle Struktur bewahrt.
Besucher finden mehrere Eingänge, die Zugang zu verschiedenen Bereichen des Marktes bieten, sodass man seine Route je nach gewünschten Waren wählen kann. Die geschäftigste Zeit liegt zwischen Mittag und Abend, wenn sowohl Einheimische als auch Händler am aktivsten sind.
Neben den Handelsständen integriert der Komplex Banken, Moscheen und Gästehäuser, die direkt in seine kommerzielle Struktur eingebettet sind. Diese Anordnung verwandelt den Basar in ein funktionales Viertel, in dem religiöse, finanzielle und soziale Aktivitäten neben dem Handel stattfinden.
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