Ekbatana, Archäologische Stätte in Hamadan, Iran
Ekbatana ist eine archäologische Stätte im heutigen Hamadan, die sich über mehrere Stadtteile erstreckt und Reste von Verteidigungsanlagen, Säulenbasen und Fundamenten aus verschiedenen Epochen zeigt. Die freigelegten Strukturen geben Einblick in die Bauweise antiker medischer, achämenidischer und parthischer Siedlungen.
Deioces gründete die Stadt im Jahr 678 vor Christus als Hauptstadt des Medischen Reiches und legte damit den Grundstein für ein bedeutendes politisches Zentrum. Später nutzten die Achämeniden und Parther den Ort als Sommerresidenz, was seinen Status über Jahrhunderte hinweg sicherte.
Der Name Ekbatana stammt vom altpersischen Hagmatāna und bedeutet Versammlungsort, was auf die frühe Rolle als Hauptstadt der Meder hinweist. Teile der antiken Siedlung liegen unter modernen Wohnvierteln von Hamadan, sodass die Grabungen nur in begrenzten Bereichen stattfinden können.
Die Stätte ist täglich von 9 Uhr bis 20 Uhr im Frühling und Sommer sowie von 9 Uhr bis 18 Uhr in Herbst und Winter geöffnet. Am besten besucht man den Ort am Vormittag, wenn weniger Menschen unterwegs sind und das Licht für Fotos günstig ist.
Nach der Eroberung durch Alexander den Großen brauchte man 10000 Maultierpaare und 5000 Kamele, um die Schätze aus dem Palast fortzuschaffen. Die Menge an Gold und Silber war so groß, dass der Transport mehrere Monate dauerte und eine eigene Logistikoperation erforderte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.