Jökulsárlón, Proglazialer See in der Ostregion, Island
Jökulsárlón ist ein Gletschersee am Fuß des Vatnajökull in der Ostregion Islands, der durch das Abbrechen von Eisbergen aus dem Breidamerkurjokull entsteht. Die schwimmenden Eisblöcke treiben langsam durch das Becken und verschwinden schließlich durch einen schmalen Durchlass ins Meer.
Das Becken entstand ab 1934, als sich der Breidamerkurjokull zurückzog und eine tiefe Mulde im Boden hinterließ. Der Rückzug des Gletschers beschleunigte sich in den folgenden Jahrzehnten und formte die heutige Lagune.
Der Name kombiniert die isländischen Wörter für Gletscher, Fluss und Lagune und beschreibt damit genau die Form dieser Wasserfläche. Besucher sehen oft Robben zwischen den Eisschollen und können beobachten, wie sich die Farbe des Wassers je nach Licht von tiefblau bis türkis verändert.
Die Lagune liegt direkt an der Ringstraße und ist gut sichtbar von der Hauptroute aus. Bootstouren fahren in den wärmeren Monaten ab und ermöglichen eine Annäherung an die Eisblöcke.
Der Kanal, der die Lagune mit dem Atlantik verbindet, lässt salziges Meerwasser eindringen und beeinflusst die Farbe und Transparenz des Wassers. Die Tiefe erreicht an einigen Stellen mehr als 240 Meter und macht das Gewässer zu einem der tiefsten Seen des Landes.
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