Öræfajökull, Gletschervulkanberg im Südosten Islands
Öræfajökull ist ein vergletscherter Vulkan im Südosten Islands, der sich auf 2110 Meter Höhe erhebt und ein großes, eisbedecktes Gletschersystem an seinem Gipfel aufweist. Der Berg verbindet zwei unterschiedliche Gesteinsarten und beherbergt unter dem Eis eine der größten aktiven Vulkanstrukturen des Landes.
Der Berg erlebte 1362 einen gewaltigen Ausbruch, der Asche und Gestein über Westeuropa verbreitete und die Besiedlung der umliegenden Gegend für lange Zeit unmöglich machte. Dieses Ereignis markierte einen Wendepunkt in der regionalen Geschichte und prägte die Landschaft dauerhaft.
Der Name Öræfajökull stammt von den Worten für "Verwüstung" und "Gletscher", was die Zerstörung widerspiegelt, die nach dem Ausbruch von 1362 zurückblieb. Die Landschaft erzählt noch heute von dieser dramatischen Veränderung und zeigt, wie Natur und menschliches Gedächtnis miteinander verflochten sind.
Die beste Möglichkeit, den Berg zu besuchen, sind organisierte Gletscherwanderungen, die von der Ringstraße zwischen Höfn und Vík starten und spezielle Ausrüstung erfordern. Das Wetter ändert sich schnell, daher sollte man warme und wasserbeständige Kleidung mitbringen.
Unter dem Eis verbirgt sich eine aktive Vulkankammer, die bei Ausbrüchen unter dem Gletscher Dampf und Lava erzeugt, was zu plötzlichen Schmelzwasserfluten führt. Diese unterirdischen Vulkanprozesse sind für Besucher nicht sichtbar, spielen aber eine wichtige Rolle in der Dynamik des Berges.
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