Livigno, Alpengemeinde in der Provinz Sondrio, Italien
Livigno ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Sondrio, die sich über ein langes Hochtal in den Alpen auf rund 1800 Metern erstreckt. Die Ortschaft verteilt sich entlang der Talstraße mit mehreren kleinen Weilern und liegt zwischen den Bergen nahe der Schweizer Grenze.
Hirten gründeten im Mittelalter eine kleine Siedlung in diesem abgelegenen Tal, das über Jahrhunderte als Verbindung zwischen italienischen und schweizerischen Gebieten diente. Die Region blieb lange schwer erreichbar, was den Bewohnern gewisse wirtschaftliche Vorrechte brachte, die bis heute nachwirken.
Der Carnevale di Livigno zeigt lokale Traditionen durch Paraden, bei denen Einwohner traditionelle Bergtrachten tragen und Volkstänze aufführen.
Der Sonderstatus als zollfreie Zone ermöglicht es Besuchern, Waren ohne italienische Mehrwertsteuer zu kaufen, was viele zum Einkaufen hierher zieht. Die Anreise erfolgt meist über Passstraßen, die im Winter nach Schneefall zeitweise gesperrt sein können.
Die kleine Fraktion Trepalle gehört zur Gemeinde und gilt als höchstgelegene dauerhaft bewohnte Siedlung Europas auf über 2000 Metern. Einige Bewohner leben dort das ganze Jahr trotz der langen Wintermonate mit tiefen Temperaturen.
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